Das Omen

Angelegt von Andreas Steinel Mon, 05 Nov 2007 23:50:00 GMT

So – oder auch ähnlich – könnte man den seltsam Zufall umschreiben, der heute passiert ist:

Da wir auf der Arbeit in unserem Büro immer unter uns sind und sich jeder dort (fast) zuhause fühlt, entledigen wir uns oft – nein, nicht unserer Kleider, aber – unserer Schuhe. Nun ja, ich wollte kurz unserer Sekretärin einen Besuch abstatten und ging – ohne Schuhe – ins Sekretariat. Während des Gespräches fühlten sich meine Füßen komisch an, jedoch entdeckte ich nichts ungewöhnliches. Erst der Kontrollgriff an der Fußsohle brachte Gewissheit: Bis zu diesem Zeitpunkt ist noch keinem Anwesenden aufgefallen, daß anscheinend der Teppichboden nass gereinigt wurde. Ich fluchte und zog mich wieder in unser Büro zurück.

Als ich am nachmittag auf dem Nachhauseweg war, fuhr die ganze Zeit ein Firmenwagen einer Heizungsfirma vor mir her und ich fragte mich, wie sie die aufgedruckte Werbung für Rohrbruchstellenerkennung wohl technisch umsetzen und wie effektiv dies wohl ist. - Der ein oder andere erkennt vielleicht, was mit dem Omen wohn gemeint ist :-/

Zuhause angekommen klang der Abend gemütlich aus und als ich ins Bett gehen wollte ging ich nochmal ins Wohnzimmer – warum weiss ich auch nicht – und plötzlich wieder … dieses Gefühlt: Ein Gefühl von Nässe. Mein Blick wanderte Richtung Boden und ich stand mitten in einer Wasserlache. Nach einigen Möbelverrückungen und der Demontage der Fußleiste wusste ich wo das Wasser herkam: Aus dem Heizungsrohr! Die Rohrbruchstellenerkennung hatte ich somit selbst übernommen und der Kemptner musste nur noch die Bruchstelle versiegeln und der Schrecken hatte ein Ende.

Nachtrag: Es handelte sich bei der undichten Stelle im Sekretariat auch um ein undichtes Heizungsrohr.

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